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Ausrichter der 6. sportlichen Boulewettkämpfe war der Deutsche Schwerhörigen Sportverband (DSSV). Zu dieser Veranstaltung wurden alle Bouleinteressierten am 10.10.2009 von der Hörgeschädigten Freizeit- und Sportgruppe Franken (HFSF) nach Burgkunstadt (950 Jahre) eingeladen.
Burgkunstadt (7000 Einwohner, die drittgrößte Stadt des Landkreises Lichtenfels) liegt im Regierungsbezirk Oberfranken/oberes Maintal bzw. am
südlichen Rand des Frankenwaldes. Bekannt durch Korbmacher, Bierbrauerei, Gerber, Weber und Schumacher.
Der Burgkunstädter Bürgermeister Heinz Petterich und die
Vorsitzende der HFSF, Anita Greiner, begrüßten alle 16 spielsüchtigen Boule/rinnen
sehr herzlich in der Indoorhalle (Minigolfhalle), gegenüber dem Boule-Hartplatz.
Der Bürgermeister brachte trotz miesem Niesel- und Regenwetter allen Sportler eine kleine Aufheiterung und wünschte uns einen guten fairen sportlichen Ablauf.
Tags zuvor mussten im letzten Moment acht Sportler, krankheitsbedingt (Schweinegrippe?) beim neuen DSSV Boule-Fachwart Marcus Braun (Stuttgart) absagen.
Die gut organisierte Gruppe der ISG (Integrative Sport Gemeinschaft) Erlangen mit Anita Greiner
und Silvia und Tobias Wittwer mit ihren Helfer/innen fanden in der Nähe des Minigolfsplatzes einen harten
kieselsteinförmigen Hartplatz für die Boulekämpfe.
Bevor die ersten Boulekämpfe gegen 13.30 Uhr losgingen, knipste uns der Fotograf des Obermainer Tagblatt für die Presse. Ein Bericht über unsere DSSV-Meisterschaften erschien dann auch zwei Tage später in der Zeitung.
Eine Stunde früher war die 10. DSSV Minigolfmeisterschaft zu Ende gegangen und so stärkten wir uns bei der Minigolfplatzbesitzerin, Kerstin Bornschlegel, mit einem sehr schmackhaften und preiswerten Mittagessen.
Es wäre ein neuer Super-Mannschaftsrekord vor Ort gewesen, wenn nicht 2 Gruppen wegen der Grippe absagen mussten. Es nahmen diesmal nur
sieben Mannschaften (trotzdem ein neuer DSSV- Rekord) aus Stuttgart I+II, Franken I+II, Hannover I+II und München teil.
Durch die Ziehung mittels Spielkarten trat die Vaihinger Gruppe, Timo Rohrbach und Christian Jung, gegen die stark aufgelegten Karlheinz Birke (München) und die Hannoveranerin Stephanie Richter
an. Dieses Spiel ging gleich mit 0:13 für das ungleiche Paar zu Ende, was dem Siegerteam 13+ Punkte sicherte.
In der zweiten Spielrunde wurden alle Spielpaarungen wieder getrennt und mussten neue Karten ziehen, um mit
ihren neu zugewiesenen Spielpartnern gegen die anderen Partner bis zur letzten Runde zu
spielen.
Zufällig entschied die Ziehung zweimal, dass die gleichen Paare ein weiteres
Mal zusammen spielen durften. Das waren Lothar Fritzsche, München/Marcus Braun, Vaihingen und Christian Jung, Vaihingen/Lothar Fritzsche, München. Den höchsten Sieg erreichte Karlheinz Birke (München) gleich
zweimal mit 13:0 Punkten (solch ein 13:0 wird 'Fanny' genannt).
Die knappste Spielentscheidung gab es in der 2. Runde, die Karlheinz Birke mit
dem Vaihinger Ralph Weber gegen Timo Rohrbach und Johannes Scheurer (beide Vaihingen) mit 13:11 Punkten gewann. Nach Ende der 4. Runde wurde der Wettkampf endgültig als beendet angesehen.
Ursprünglich waren sechs Runden geplant (mit den Vormittagsspielen
am Sonntag), doch man einigte sich vorher auf vier Runden, da das Wetter nicht mitspielte und auch einige Spieler an den
sonntäglichen Fortsetzungsspielen nicht anwesend sein konnten. Normalerweise wären diese Spieler bereits
disqualifiziert gewesen, da alle angemeldeten Spieler/innen vor dem Kampf Bescheid wussten, dass auch am Sonntag gespielt wird.
Wegen des Regenwetters einigte man sich jedoch, dass der Spielsonntag abgesagt wird und es so bei vier Spielrunden bleibt. Dank ihrer Mannschafstrikots waren alle Spieler nicht so durchnässt, dass
sie weitere Spiele bis zum Ende, gegen 19 Uhr, nicht mehr hätten spielen können. Davor prüfte der strenge Boulefachwart bei einigen Sportlern die DSSV-Sportpässe auf ihre Spielberechtigung.
Der Münchner Titelverteidiger des Vorjahres, Lothar Fritzsche, hatte an diesem Tag nicht das größte Glück und verlor gleich die ersten drei Spiele. Am Ende jedoch gewann er doch noch ein Spiel,
sodass es bei der Mannschaftswertung mit seinem Münchner Mitglied Karlheinz Birke für den 3. Platz reichte. Während des Spieles bemerkte man auch einige Unstimmigkeiten, bezogen auf den Umgang mit den Spielkugeln, bei
zwei Spielerinnen. Das gegnerische Team drückte dabei noch mal ein Auge zu.
Es wäre beim nächsten Wettkampf erstrebenswert, das anerkannten Réglement der Internationalen Pétanque Föderation (F.I.P.J.P.),
die Boule-Regeln, zu beachten und mit der richtigen Haltung und den schweren Metallkugeln (650-800
g, Durchmesser von 71-80 mm) zu spielen.
Manche emsige Spieler/innen nahmen das Spiel sehr genau und ließen sich die Entfernung von ihrer Kugel bis zur Zielkugel ausmessen. Aufgrund zu intensiver Anfeuerung von ein paar Schlachtenbummlern gerieten einige Mitspieler miteinander in Konflikt. Laut F.I.P.J.P.
Spielregeln sollten sich die pausierenden Spieler/Zuschauer ruhig verhalten und
ihren spielenden Partnern in solchem Fall während des Wettkampfes keine Tipps geben.
Herren-Einzel
Karlheinz Birke erlangte ungeschlagen mit vier Siegen und 39 Pluspunkten den Meistertitel und entthronte somit seinen Münchner Vereinskameraden Lothar (Lolli) Fritzsche.
Sehr spannend lief es zwischen dem 2. und 3. Platz, denn die beiden
fränkischen Spieler der HFS hatten jeweils drei erfolgreiche Spiele und so konnte sich
- mit nur drei Punkten Unterschied - Armin Kunzelmann noch vor dem erstmals spielenden Martin Zimmermann den Vizetitel holen.
Weitere Platzierungen:
- Ralph Weber - Vaih. 3 Siege +8 Punkte
- Gerd Meier - HFSF 3 Siege +6 Pkt.
- Johannes Scheurer - Vaih. 2 S. +1 Pkt.
- Christian Jung - Vaih. 2 S -1 Pkt.
- Dietmar Richter - Hannover 2 S -2 Pkt.
- Lothar Fritzsche - Mü. 1 S 0 Pkt.
- Henning Kruse - Hann. 1 S -24 Pkt.
- Marcus Braun - Vaih. 0 S -24 Pkt.
- Timo Rohrbach - Vaih. 0 S -31 Pkt.
Damen-Einzel
Im Vorjahr in Laudenbach bei Heidelberg konnte sich die Hannoveranerin Birgit Späte an der Spitze vor ihrer Vereinskameradin Stephanie Richter behaupten. Diesmal konnte die emsige Stephanie Richter mit
drei Siegen und 21 Pluspunkten die sieggleiche Birgit Späte (mit 7 Pluspunkten
weniger) auf den Vizeplatz verweisen. Auf den 3. Rang kam die Vaihingerin Petra Eckstein mit 2 Siegen und 3+ Punkten vor der Viertplatzierten Anita Greiner
(HFSF) mit 0 Siegen und 35 Minuspunkten.
Mannschaft
Sieben Mannschaften kämpften um den Mannschaftstitel und der neuer Meister wurde überraschend Hannover I, mit der Bestbesetzung der Frauenriege Stephanie Richter und Birgit Späte, die mit
sechs Siegen und 35 Pluspunkten (neuer DSSV-Mannschaftsrekord) die Männerriege auf den zweiten Rang schoben. Sie bekamen sogar extra Glückwünsche vom DSSV-Boulefachwart.
Vize wurden die HFS Franken II, die ebenfalls 6 Siege erspielten (17 Pluspunkte),
mit Gerd Meier und Martin Zimmermann.
Die Münchner Vorjahressieger, Karlheinz Birke und Lothar Fritzsche, durften gerade noch mit 5 Siegen und 39 Pluspunkten vor der Vaihinger Mannschaft
II, mit Ralph Weber, Christian Jung und Petra Eckstein (5 Siegen, +11 Punkte) mit dem dritten Platz zufrieden sein.
Weitere Platzierungen:
- HFS Franken I mit Anita Greiner/Armin Kunzelmann 5 S -24 Pkt.
- Hannover II mit Henning Kruse/Dietmar Richter 3 S -26 Pkt.
- Vaihingen I mit Marcus Braun, Timo Rohrbach und Johannes Scheurer
2 S. -26 Pkt.
Siegerehrung
In einem Nebenzimmer des Drei-Kronen-Hotels in Burgkunstadt wurde das Abendessen
genüsslich eingenommen und danach gab es viele gesponserte Preise bei der Tombola, welche gut über die Runden ging.
Recht spät wurde die anschließende Siegerehrung mit wunderschönen Pokalen, Medaillen und Urkunden vom Boule-Fachwart ausgetragen.
Der Fachwart bedankte sich bei seinen fleißigen Helfern und bei der HFS Franken, welche von den Sportlern durch Applaus geehrt wurde,
für die schöne Organisation.
Wir freuen uns auf das nächste Wiedersehen im Oktober 2010 in Kassel und spüren, dass dort neue Rekorde auf uns warten.
Dieses wunderschöne Boule-Spiel ist ein motorisches und taktisches Vergnügen für jedermann. Man ist immer an der frischen Luft und das dient auch der Gesundheit.
Spielt einfach mit, es wird nie langweilig und macht sogar viel Spaß.
Zeitungsausschnitt aus dem "Obermain Tagblatt" - Montag, den 12. Oktober 2009
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